exil-DramatikerInnenpreis 2011

Wir freuen uns, die diesjährige Preisträgerin des von den WIENER WORTSTAETTEN gestifteten exil-DramatikerInnenpreises bekanntgeben zu dürfen:

Azar Mortazavi - Ich wünsch mir eins

Azar Mortazavi skizziert in ihrem Stück „Ich wünsch mir eins“ die Suche einer jungen Frau nach dem großen Gefühl, ihrem Vater und ihrer Heimat. Die Autorin erzählt eine berührende Geschichte, ohne dabei je kitschig zu werden. Im Gegenteil, die Heimatlosigkeit und Verlorenheit der Figuren werden in jedem Satz spürbar.

Azar Mortazavi, 1984 in Wittlich/ Rheinland-Pfalz geboren, studierte „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ in Hildesheim. In ihren Theaterstücken verhandelt die deutsch- iranische Autorin Themen wie Migration, Heimatverlust und Suche nach Identität.
2007 wurde sie in das internationale Förderprogramm für junge Dramatiker „Interplay Europe“ aufgenommen.
2008 nahm sie an dem internationalen Theatertreffen „Festival of young European Playwrights” in Utrecht teil.
Für das Stück „Todesnachricht“ wurde sie 2010 mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet.
Ihr zweites Stück „Ich wünsch mir eins“ wurde 2010 in der Erstfassung zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.
Azar Mortazavi lebt in Berlin.

Die Preisverleihung findet kommenden Samstag, den 12.11.2011, um 17 Uhr im Rahmen der BUCHwien statt.

In Kooperation mit WIENER WORTSTAETTEN, Verein Kulturzentrum Spittelberg und Grazer AutorInnenversammlung; Preisverleihung im Rahmen der BUCHwien

Sa, 12. November 2011, 17.00 Uhr
BUCHwien 2011 1020 Wien, Messegelände (Trabrennstr. 2)
ORF Bühne, Halle D
editionexil.at

exil-dramatikerInnenpreis 2012

Ausschreibung exil-dramatikerInnenpreis 2012

eine Initiative von WIENER WORTSTAETTEN in Kooperation mit exil – zentrum für interkulturelle kunst und antirassismusarbeit

Gesucht werden abendfüllende, noch nicht uraufgeführte Theaterstücke, die sich im weitesten Sinne mit den Themen Fremdsein, Identität, Flucht, Vertreibung, Integration bzw. dem Leben zwischen den Kulturen auseinandersetzen.

Alle Texte müssen vom Autor oder der Autorin selbst in deutscher Sprache verfasst worden sein.

Der Einreichung (in vierfacher Ausfertigung) sollen außerdem beiliegen: Kurzbiographie und Bibliographie, ein Foto sowie Adresse, Telefonnummer und email-Adresse der AutorIn.

Eine Rücksendung der eingereichten Texte ist leider nicht möglich.

Dotierung: € 2.000,-

Einsendeschluss
30. April 2012

Einsendungen ab sofort an:

Verein exil, Kennwort „exil-dramatikerInnenpreis“ Stiftg. 8  1070 Wien

oder WIENER WORTSTAETTEN, Kennwort „exil-dramatikerInnenpreis“ Schönbrunnerstr. 9, 1040 Wien

Buchstabensuppe N°31 mit Olga Grjasnowa

Buchstabensuppe

„Der Russe ist einer, der Birken liebt“ von Olga Grjasnowa

Eine Liebes- und Trauergeschichte, die in den Kaukasus, nach Deutschland, Israel und in die palästinensischen Gebiete führt und Fragen nach Herkunft, Identität und Sexualität stellt.
Die ProtagonistInnen des Romans sind junge Erwachsene mit Hochschulabschlüssen und „Migrationshintergründen“, für die Staatsbürgerschaften, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen mehr zählen als die Zugehörigkeit zu einem nationalen Kollektiv.

Olga Grjasnowa

wurde 1984 in Baku, Aserbaidschan geboren und wuchs im Kaukasus auf. Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Sie veröffentlicht in Zeitschriften und Anthologien, arbeitet interdisziplinär im Bereich der Medienkunst. 2009 wurde ihr Kurzfilmdrehbuch im Rahmen des Projekts „Ansichtssache“ der Robert-Bosch-Stiftung und des Goethe-Institutes in Lódz verfilmt. Olga Grjasnowa ist Stipendiatin des 11. Klagenfurter Literaturkurses, der Jürgen-Ponto-Schreibwerkstatt 2010 und der Rosa-Luxemburg-Stiftung (seit 2008).
2010 erhielt sie den exil-DramatikerInnenpreis der WIENER WORTSTAETTEN für ihr Debütstück „Mitfühlende Deutsche“. Sie lebt in Berlin, wo sie derzeit Tanzwissenschaften an der Freien Universität studiert.

Im Anschluss bittet die Autorin zur selbst gekochten Tomaten-Harissa-Suppe mit Couscous.

Es liest: Claudia Kottal

Buchstabensuppe N°33 mit Ursula Knoll

Buchstabensuppe

AutorInnen und ihre (Geheim)Rezepte. So wie sie kochen, so schreiben sie auch. (Oder umgekehrt?)

Als regelmäßige Veranstaltungsreihe bieten WIENER WORTSTAETTEN nach dem Rezept Literatur und Suppe dramatische Geschichte(n) und köstliche Gerichte.

Zum Stück
„hanna forsch“ stellt den alltäglichen Überlebenskampf einer jungen, gut ausgebildeten Frau von heute in den Mittelpunkt. Liebe, Karriere & ein Gemüsebeet. Wie soll das alles zusammengehen? Protagonistin Hanna werden jede Menge Hindernisse in den Weg gestellt. Und wenn man erst einmal im eignen Herzen gelandet ist, wird es schwer, da unbeschadet wieder raus zu kommen.

Einrichtung: Esther Muschol
Mit: Irene Halenka, Andrea Hintermaier, Gunda Schanderer, David Fuchs und Helge Stradner

Die Autorin kocht eine mediterrane, beinahe vegane Gemüsesuppe.

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 19.30 Uhr

WIENER WORTSTAETTEN, 1040 Wien, Schönbrunner Straße 9
Karten: office@wortstaetten.at
Eintritt: € 5,– inkl. einem Teller Suppe.

Es gilt der Hunger-auf-Kunst-und-Kultur-Pass.

Buchstabensuppe N°32 mit Ibrahim Amir

“Habe die Ehre” von Ibrahim Amir

Böser Vater – Arme Tochter.
Beim Thema “Ehrenmord” hört sich der Spaß auf. Oder nicht?

Dem Debut-Stück des jungen syrischen Autors, Ibrahim Amir, gelingt das Kunststück, eine Geschichte vom Ausmaß einer antiken Tragödie ins Wien von heute zu holen. Ganz nebenbei kreiert er dabei das neue Genre der “Parallelgesellschaftskomödie”.

Es lesen: Tania Golden, Claudia Kottal; Christoph Baumann, Max Mayer, Thomas Reisinger, Michael Smulik und Christian Strasser

Es kocht: Dr. Ibrahim Amir eine revolutionäre Schorabet Addas

Montag, 30. Mai, 2011
Beginn 19.30 Uhr
Büro WIENER WORTSTAETTEN, Schönbrunnerstr. 9, 1040 Wien

Lost in Migration

4 Positionen postmigrantischen Schreibens

Weggehen oder hierbleiben? Weitergehen oder stehenbleiben? Zusammenbleiben oder Auseinandergehen? Vorbeigehen? Entzweigehen? Bleiben müssen? Und wie darüber schreiben?

„LOST IN MIGRATION“ stellt die große Frage nach der künstlerischen Identität.

Mit den AutorInnen Seher Cakir (Türkei), Julya Rabinowich (Russland), Astrit Alihajdaraj (Kosovo) & Semir Plivac (Bosnien-Herzegowina)

Es spielen: Dinah Pannos, Kruna Savic, Grete Tiesel; Clemens Berndorff, Adem Karaduman und Erol Raymond Ünsalan

Künstlerische Leitung: Hans Escher & Bernhard Studlar Bühne/Ausstattung: Renato Uz Musik: Roumen Dimitrov Dramaturgie: Wolfgang Stahl Video: Kurt van der Floet Assistenz: Stefan Huber

Freitag, 25. November 2011
Samstag, 26. November 2011