„Zwischenzeit“ UA von Azar Mortazavi

17., 19.-22., 26.-29. November 2014
Theater Nestroyhof Hamakom

Abend über der Stadt.
Maria bekommt Besuch von ihrer jüngeren Halbschwester Mina. Ihre letzte Begegnung liegt viele Jahre zurück. Mina verbrachte die Zeit zusammen mit ihrem Vater in dessen orientalischer Heimat. Maria versuchte, sich mit dem angehenden Rechtsanwalt Toni eine sichere bürgerliche Existenz aufzubauen, Baby inklusive. Während die beiden Schwestern im Verlaufe dieses Wiedersehens versuchen, ihre Beziehung zu kitten, sitzt Ehemann Toni in seiner Kanzlei und fürchtet sich vor etwaigen Klienten. Erst auf seinem allabendlichen Weg nach Hause zu Maria und dem Kind wagt er sich aus seinem Kanzleiversteck und kehrt ein in einer Bar, um dort eine geheimnisvolle Frau zu beobachten. Diese Thekenschönheit, Anja, ist gerade arbeitslos geworden und versucht mit ihrem dortigen Auftritt ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein wieder herzustellen.
Die Wege und Wünsche der vier Figuren kreuzen einander in dieser Nacht an verschiedenen Punkten und führen zu einem überraschenden Ende.

Dank ihrer sprachlichen Brillanz und dem eigenwilligen dramaturgischen Stil aus inneren Monologen, realistischen und surrealistischen Dialogen entwickelt Azar Mortazavi aus dieser einfachen Grundkonstellation ein somnambules Spiel sehnsüchtiger Empfindungen und heimlicher Wünsche.

Mit: Sonja Romei, Maya Henselek, Julia Jelinek und Raphael von Bargen

Inszenierung: Hans Escher
Ausstattung: Renato Uz
Dramaturgie: Bernhard Studlar
Lichtdesign: Stefan Pfeistlinger
Musik: Roumen Dimitrov
Regieassistenz: Ines Wallner

Spieltage: 17., 19.-22. und 26.-29. November 2014, 20.00 Uhr
Spielort: Theater Nestroyhof Hamakom, 1020 Wien, Nestroyplatz 1
Karten: € 18,- / ermäßigt 12,-
T: 01/ 8900 314
W: www.hamakom.at

Das Stück von Azar Mortazavi ist im Rahmen der WIENER WORTSTAETTEN entstanden und in der Anthologie wortstaetten n°5 nachzulesen.



Pressestimmen:

„Hans Escher legt eine filigran gedachte Inszenierung vor, die den kleinsten falschen Regungen auf der Spur ist sowie den unausgesprochenen Wahrheiten. … Stimmungen überlappen einander – markiert und geleitet von der dahingurgelnden Musik Roumen Dimitrovs. Zu elegisch wird es aber nicht. Dafür sorgen jene herzhaft grotesk herausgearbeiteten Momente, die jedes Familienleben kennzeichnen, zum Beispiel, wie einst das Kennenlernen in der Disco war. Schön.“ Margarete Affenzeller, derStandard

„Hans Escher gibt Mortazavis schnörkelloser Sprache das passende, zurückhaltend gestaltete Umfeld. … Die Bilder entstehen beim Zuschauer im Kopf. Und dafür sorgt vor allem das großartig besetzte Viererensemble. Weniger ist hier viel mehr.“ Peter Temel, Kurier

„Mortazavis Stück ist ähnlich introvertiert wie seine Figuren. Gerade darin aber liegt seine Qualität: Wie aus all diesen in sich verschlossenen Menschen, die durch lauter Eben-nicht-Beziehungen miteinander verbunden sind, überhaupt so etwas wie ein Drama entstehen kann, ist erstaunlich. … Auf der karg möblierten Bühne, die viel Raum zwischen den Figuren lässt, entsteht in Hans Eschers Inszenierung die richtige Atmosphäre für das filigrane Stück. … Als „Oratorium verschwiegener Sehnsüchte“ charakterisiert Regisseur Hans Escher das Stück. Das trifft es ziemlich gut.“ Wolfgang Kralicek, Theater heute

„Ein Abend, der einen nicht kalt lässt und begeistert.“ Paul M. Delavos, DieKleinkunst



Über die Schwierigkeit, sich zu begegnen
Azar Mortazavi im Gespräch mit Bernhard Studlar






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Fotos: Anna Stöcher