Miriam Unterthiner, geboren 1994 in Italien, lebt in Wien und Südtirol, schreibt Drama und Prosa. Studium der Philosophie, Germanistik und Deutschen Philologie sowie der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Bevor sie zu schreiben begann, war sie in Italien als Handballerin tätig und spielte unter anderem für den SSV Brixen.
Ihr Theatertext „Der Mann, der im Brunnen saß und da lag und da war und da war“ wurde für den Retzhofer Dramapreis 2021 nominiert. Im selben Jahr wurde der Prosatext An den Scherben erkennt man den Topf mit dem Förderpreis der Gruppe 48 ausgezeichnet. Miriam Unterthiner erhielt ebenso den Preis der Bozner Autorentage sowie den Kathi Trojer Preis.
Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sie sich im Bereich der Literaturvermittlung, arbeitete für die Summer School Südtirol, war Teil des Vorstands der Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung und gründete das Nachwuchsförderprogramm „Sprachlabor/Laboratorio linguistico/Lëuratuere de rujeneda“ für experimentelle Sprach-Literatur in Südtirol.

Bereits im Alter von sechs Jahren wollte sie „Dichterin“ werden, in den Ohren anderer wurde daraus „Richterin“. Daher versuchte sie es mit „Autorin“; daraus wurde dank eines Klassenkammeraden „irgendwas mit Autos“ — schlussendlich wurde sie Gegenwartsdramatikerin.