Małgorzata Sikorska-Miszczuk, geboren 1964, ist Dramatikerin, Drehbuchautorin und Librettistin.
Sie studierte Journalismus, Politikwissenschaft und Gender Studies an der Universität Warschau und absolvierte die Drehbuchwerkstatt der Filmschule Łódź.

Sikorska-Miszczuk debütierte 2006 mit „Śmierć Człowieka-Wiewiórki“ (Der Tod des Eichhörnchenmanns) und hat seither zahlreiche Stücke für das Theater geschrieben, darunter „Szajba“ (Loose Screws), „Burmistrz“ (Der Bürgermeister), „Walizka“ (Der Koffer), „Popiełuszko“, „Mesjasz“ (Bruno Schulz: Der Messias), „Szeherezada“ (Scheherazade), „Album Karla Hoeckera“ (Album: Karl Hoecker) und „Kobro“.
Sikorska-Miszczuk schreibt auch Opernlibretti sowie Drehbücher für Film- und Fernsehwerke.
Zu ihren zahlreichen Literatur- und Theaterpreisen zählen der Hauptpreis und der Publikumspreis bei Metaphors of Reality („Walizka“/Der Koffer) sowie eine Auszeichnung beim Nationalen Wettbewerb für polnische zeitgenössische Stücke, der Gdynia Drama Award für Popiełuszko und der Grand Prix der Theaterfestivals in Sopot und der Prix Bohemia (CZ) für die Audio-Version von Walizka. Sie erhielt mehrere Nominierungen beim Nationalen Wettbewerb für polnische zeitgenössische Stücke. „Bruno Schulz: Der Messias“ wurde von der Europäischen Theaterkonvention zu einem der besten zeitgenössischen Stücke Europas gewählt.

Ihre Stücke wurden in viele Sprachen übersetzt und in Lesungen und Produktionen weltweit aufgeführt.

Für die WIENER WORTSTAETTEN schrieb sie „Top Ten Dreams“, das im Rahmen des Kollektivsalons „Anschlussfähig“ am 12. März 2020 im Burgtheater Kasino in szenischer Lesung präsentiert hätte werden sollen. Ein neuer Termin ist in Arbeit.

„Top Ten Dreams“ ist im Buch „Anschlussfähig“ im polnischen Original sowie in deutscher Übersetzung (Agniezka Sikorska) abgedruckt.

Foto: Agata Schreyner