Pascal Marty ist französischer Tänzer und Choreograf und lebt zurzeit in Bratislava.
Er kreierte Arbeiten unter anderem für Göteborgs Operans Danskompani, Taller Coreográfico de la UNAM in Mexiko, Dans I Nord in Schweden, A.C.Arts University in Australien, das Saarländische Staatstheater und die Lenka Vagnerova & Company. Sein neuestes Duett „Less and less“, das in Zusammenarbeit mit dem Divadlo Študio Tanca entstand, feierte im Dezember 2025 in Banská Bystrica Premiere.
Von 2013 bis 2022 war er Mitglied des Göteborgs Operans Danskompani unter der künstlerischen Leitung von Adolphe Binder und später von Katrín Hall. Während seiner Zeit dort choreografierte er Rollen in neuen Arbeiten von Künstlern wie Yoann Bourgeois, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Saburo Teshigawara, Alan Lucien Øyen, Maxine Doyle oder Damien Jalet. Nach Absolvierung des Nationalen Regionalkonservatoriums von Montpellier begann Pascal seine Karriere beim „Ballet Junior de Genève“ unter der Leitung von Sean Wood und Patrice Delay; nach zwei Jahren in der Nachwuchskompanie wechselte er für drei Jahre zum Saarländischen Staatstheater unter der Leitung von Marguerite Donlon, bevor er nach Schweden ging. Seitdem war er als Gastkünstler bei Produktionen wie Saburo Teshigawaras „Howling at the Moon“, Astrid Boons „Decay“, Lewis Major Projects’ „Epilogue“ und „Ophelia“ sowie Alan Lucien Øyens „Story, story, die…“ sowie „Antigone“ dabei.

Sein Stück „Like Deer in the Light“, das er für das Göteborgs Operans Danskompani schrieb, wurde 2014 mit dem Katapult-Preis ausgezeichnet, und sein gemeinsam mit Takuya Fujisawa entstandenes Werk „Kawa noshita/Under“ erhielt 2017 eine Auszeichnung der Elisabeth-Palmer-Stiftung. Im Jahr 2022 realisierte er gemeinsam mit Shawn Fitzgerald seinen ersten Kurzfilm „Last Boy left“. Der Film, für welchen er gemeinsam mit Emilie Leriche die Choreographie entwarf, wurde 2024 beim Portland Film Dance Fest als bester Langfilm ausgezeichnet.

Im Rahmen des EU-Projekts Performa-Q ist Pascal Marty als Artist in Residence des ersten Cycle bei den WIENER WORTSTAETTEN zu Gast.

Foto: Gregory Batardon