Amir Gudarzi wurde 1986 während des Iran-Irak Krieges im Iran geboren. Später graduierte an der damals einzigen Theaterschule des Landes und absolvierte anschließend ein Studium in Szenischem Schreiben in Teheran. Aufgrund der Zensur wurden seine Stücke nur in privaten Kreisen gezeigt. Nebenbei schrieb er Drehbücher für Fernsehen und Spielfilme. Seit 2009 lebt Gudarzi unfreiwillig im Exil in Wien, wo er ein Studium in Theater-, Film- und Medienwissenschaften abschloss.
2017 gewann Gudarzi den exil-DramatikerInnenpreis für sein Stück „Zwischen uns und denen liegt…“. 2018 war er für das Hans-Gratzer Stipendium des Schauspielhaus Wien nominiert, sein Stück „Arash // Heimkehrer“ wurde im Theater Drachengasse in Wien sowie seine Performance „The Knowledge Tree“ in Jerusalem gezeigt. Gudarzis Stück „Die Burg der Assassinen“ wurde 2019 zum Stückemarkt Berlin-Theatertreffen eingeladen; 2020 war sein Stück „Geleemann“ im Werk-X-Petersplatz in Wien und sein Stück „Who cut the cake“ im Royal Court Theatre London als Teil des Living Newspaper Projekts zu sehen.
Gudarzi ist mit seinem Stück „Wonderwomb“ für den Retzhofer Dramapreis 2021 nominiert und erhielt zahlreiche Dramatik- und Literatur-Stipendien, z.B. 2018-2020 das Dramatikerstipendium des österreichischen Bundeskanzleramtes sowie 2020/2021 des Literarischen Colloquiums Berlin.
Amir Gudarzi lebt in Wien und schreibt derzeit an seinem Debütroman.

Amir Gudarzi ist mit „Zwischen uns und denen liegt…“ exil-DramatikerInnenpreisträger 2017.
2020 nahm er an der Tour des Textes teil.
Im Rahmen des Projekts Entgegungen schrieb er das Stück „Hass ist eine Kugel, geflogen in Hanau, gelandet in Halle“.

Für die window words hat Amir Gudarzi zusammen mit Autor*innenkolleg*innen den Text „Was bisher geschah“ entwickelt.

Foto: Nima Nazarinia