OPEN CALL
WIENER WORTSTAETTEN Drama Lab

Die Entstehung neuer Texte für die Bühne steht seit Anfang an im Mittelpunkt der Arbeit der WIENER WORTSTAETTEN, ebenso wie die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen und die Vernetzung zwischen Autor*innen.

Nach Rückkehr in die Konzeptförderung der Stadt Wien und der damit einhergehenden längerfristigen Planungsmöglichkeit haben wir ein neues Modell für die Zusammenarbeit mit Autor*innen entwickelt.

Ab 2022 (und in Folge bis 2025) vergeben wir im Rahmen unseres Drama Lab vier sogenannte „Arbeitsplätze“.
Diese umfassen einen Werkvertrag in Höhe von € 3.000 ,- sowie die dramaturgische Begleitung der teilnehmenden Autor*innen für den Zeitraum eines Jahres. Weiters regelmäßige Arbeitstreffen aller ausgewählten Autor*innen sowie Einzel- und Gruppenlektorate.

Zudem wird im ersten Jahr das WERK X als „Patentheater“ die Entstehung der Texte begleiten und in der Saison 2022/23 ein Stück zur Uraufführung bringen. Alle Texte werden im Rahmen der „Wortstattnächte“ im Herbst 2022 in szenischen Lesungen präsentiert.

Zur Bewerbung

Es gibt weder eine Altersbeschränkung, noch inhaltliche Vorgaben. Im Unterschied zu Stückentwicklungen mit Ensembles legen wir jedoch großen Wert auf die Nachspielbarkeit der Texte. Mehrsprachigkeit von Stückprojekten ist möglich, grundsätzlich ist die Arbeitssprache des Drama Lab Deutsch.

Es können sich sowohl Dramatiker*innen, als auch Teams und Kollektive bewerben.

Die Bewerbung erfolgt per Email und sollte 3 separate Dateien (PDF) umfassen:

– Eine Ideenskizze für das geplante Stück im Umfang von 1 – 2 Seiten (anonymisiert)
– Textproben im Umfang von max. 15 Seiten. (anonymisiert) Die Textproben können auch aus früheren Werken stammen. Dies jedoch bitte anmerken.
– Eine Biografie

Bewerbungen per Email bis spätestens 18. Oktober 2021 an:
dramalab@wortstaetten.at

Eine Jury bestehend aus Hannah Egenolf (Dramaturgin WERK X), Tobias Herzberg (freier Dramaturg) und Bernhard Studlar (Künstlerischer Leiter WIENER WORTSTAETTEN) wird die anonymisierten Einreichungen sichten und bis 1. Dezember 2021 über die Vergabe der Arbeitsplätze im Drama Lab 2022 entscheiden.

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Texte!


Die Jury:

Hannah Egenolf, geboren in Wiesbaden. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Komparatistik, Französisch und Musikwissenschaft an den Universitäten Mainz und Wien. Hospitanzen, Assistenzen und erste eigene Produktionen u.a. am Staatstheater Wiesbaden, Schaubühne Berlin, Burgtheater Wien, dieTheater Künstlerhaus. Von 2006 – 2009 Dramaturgieassistentin und Produktionsdramaturgin am Wiener Volkstheater. Gründungsmitglied von gleichzeit| Verlagtheater, einem Verlag für Gegenwartsdramatik in Wien. Von 2009 – 2016 Lehrauftrag für Dramaturgie sowie Aufführungs- und Inszenierungsanalyse am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, 2012/13 auch am Konservatorium der Stadt Wien. Seit 2018 an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Klasse für Bühnen- und Filmgestaltung. 2017 Weiterbildung Theater- und Musikmanagement an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2014 ist sie Leitende Dramaturgin am WERK X.

Tobias Herzberg, geb. 1986 in Hamburg, ist freier Dramaturg sowie Dozent am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst in Wien. Er studierte Schauspielregie in Hamburg und Zürich. Mit seinem Solostück „Feygele“ kam er 2016 ans Maxim-Gorki-Theater Berlin, wo er anschließend als Dramaturg und Künstlerischer Leiter des Studio Я arbeitete.
Von 2019 bis 2021 war er Dramaturg am Wiener Burgtheater und Projektleiter der Spielstätte Kasino. Tobias Herzberg engagiert sich in der vernetzten Schreibförderung durch Dramenwerkstätten (u.a. „Krieg im Frieden“ eine Gorki-Kooperation mit NIDS – Neues Institut für Dramatisches Schreiben, Robert Bosch Stiftung und Literarischem Colloquium Berlin) und Präsentationsplattformen (zuletzt als Literatur-Kurator beim „Transitions“-Festival von Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext 2021). Lehraufträge führten ihn bislang an die HMT Rostock und das Institut DasTheatre Amsterdam. Er ist Alumnus und Vertrauensdozent des Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerks (ELES) und Mitglied des 2021 von Max Czollek gegründeten Thinktanks „Coalition for Pluralistic Public Discourse“ (CPPD).

Bernhard Studlar, geboren 1972 in Wien, studierte „Szenisches Schreiben“ an der UdK Berlin. Für sein mit Andreas Sauter verfasstes Stück „A. ist eine Andere“ wurde er mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet. Sein Stück „Transdanubia Dreaming“ gewann den wurde Preis des Heidelberger Stückemarktes und wurde 2003 am Burgtheater Wien uraufgeführt. Es folgten Auftragswerke u.a. für das Burgtheater Wien, Schauspielhaus Hamburg und das Slowakische Nationaltheater Bratislava. Er schreibt Theaterstücke und Hörspiele für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche.
Sein Stück „Lohn der Nacht“ gewann 2020 den Preis der Österreichischen Theaterallianz und wurde im Rahmen der Bregenzer Festspiele 2021 uraufgeführt.
Bernhard Studlar ist Gründer und künstlerischer Leiter der WIENER WORTSTAETTEN.
Seine Stücke werden von henschel Schauspiel Berlin vertreten. Die Stücke von Sauter&Studlar vom Verlag Schaefersphilippen.