Deutschland, England, Italien, Rumänien, Tschechien, Frankreich, Polen, Spanien. Das sind nicht unsere nächsten Reiseziele, sondern die Länder, mit denen wir im Rahmen des EU Kulturprojekts „Fabulamundi – Playwriting Europe“ in den Jahren 2017 – 2020 kooperieren.

An diesem sogenannten „Large Scale“-Projekt unter der Führung von PAV (Italien) sind 15 Partner aus 10 Ländern beteiligt:
WIENER WORTSTAETTEN (AT), Culture Action Europe (BE), Theatre Letí (CZ), La mousson d’été & Théâtre Ouvert (FR), Interkulturelles Theaterzentrum Berlin (DE), PAV, AREA06/Short Theatre & Teatro i (IT), Teatr Dramatyczny Warszawy (PL), Teatrul National Targu-Mures & Teatrul Odeon (RO), Sala Beckett (ES), Creative Skillset & Performing Arts Network PANDA & Gate Theatre London (GB).
Die WIENER WORTSTAETTEN vertreten hierbei Österreich und kooperieren zudem mit dem Slowakischen Theaterinstitut als assoziiertem Partner des Projekts.

Zusammen mit unseren europäischen Partnern bauen wir ein Netzwerk für Gegenwartsdramatik auf. Der Austausch von AutorInnen, Übersetzungen ihrer Stücke, Produktionen, Lesungen, Workshops und und und machen „Fabulamundi – Playwriting Europe: Beyond Borders? “ zu einem der größten Förderprojekte für DramatikerInnen in Europa, an dem über 100 AutorInnen teilnehmen werden.

Neben der Vernetzung und der damit einhergehenden Internationalisierung europäischer bzw. in Europa lebender DramatikerInnen legt „Fabulamundi – Playwriting Europe“ großen Wert auf das Ineinandergreifen von Gegenwartsdramatik und Audience Development. In Zusammenarbeit von Theatern mit Kunstakademien, Universitäten, Schulen sowie sozialen Einrichtungen wie etwa Flüchtlingshilfeinstitutionen soll der Gedanke einer „europäischen Dramaturgie“ gefördert werden.

Österreichs nominierte AutorInnen:
Muhammet Ali Bas, Thomas Köck, Azar Mortazavi, Maxi Obexer, Thomas Perle, Volker Schmidt, Gerhild Steinbuch, Bernhard Studlar, Miroslava Svolikova und Robert Woelfl

Austrian Playwrights Dossier
Konzept und Partnerorganisationen
Englische Projektpräsentation

Neue Autor*innen (2021):

Amir Gudarzi, Magdalena Schrefel und Lisa Wentz

 

Projekte und Veranstaltungen im Rahmen von „Fabulamundi – Playwriting Europe. Beyond Borders?“

Wie kann man ein europäisches Projekt wie Fabulamundi erzählen? Wie lassen sich die Geschichten von 120 Autor*innen und Tausenden von Texten erzählen? Und von den zahllosen Aktivitäten, die bisher durchgeführt wurden? „Theatre insight“ erzählt in acht Szenen von acht Autor*innen vom Theater. Der Film ist in italienischer Originalfassung mit englischen Untertiteln abrufbar: „Theatre insight – Stories from Fabulamundi


Am 21. Dezember 2020 zeigten wir eine Aufzeichnung der szenischen Lesung unseres internationalen Cowriting-Projekts „Das Ende der Toleranz“ in der Einrichtung von Maria Sendlhofer und Paul Spittler. Mit Szenen von Liv Ferracchiati, Nathalie Fillion, Tomasz Man, Josep Maria Miró, Jacinto Lucas Pires, Radu Popescu, Gerhild Steinbuch, Bernhard Studlar.
Das e-Book mit allen Texten in deutscher, englischer und den jeweiligen Originalfassungen ist hier abrufbar:


„Entgegnungen“ ist die Überschrift für 15 neue „Minidramen“ österreichischer und europäischer DramatikerInnen. Ausgewählte Texte sind als Hörstücke abrufbar. Die Publikation mit allen Texten ist bei uns erhältlich.

Am 18. und 19. November 2020 haben wir zum Symposium „Female perspectives on contemporary playwriting“ eingeladen. Europäische Dramatikerinnen aus fünf Ländern trafen ihre österreichischen Kolleginnen und diskutierten über künstlerische, ästhetische, aber auch alltägliche und existenzielle Aspekte des Autorinnen-Daseins diskutiert. Theaterschaffende und das Publikum waren eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen.
Covid-Update: Das Symposium musste abgesagt werden, stattdessen fanden Online Talks statt, die live gestreamt wurden.

Maxi Obexer, Malgorzata Sikorska-Miszczuk und Jaroslav Rudis schrieben für den Kollektivsalon Folge 2 „Anschlussfähig“ drei neue Stücke, die am 20. Oktober 2020 im Burgtheater Kasino szenisch präsentiert wurden.
Das zu diesem Anlass herausgegebene Buch „Anschlussfähig“ ist bei uns erhältlich.

Das für Herbst 2020 in Rom geplante internationale Festival wurde an die aktuelle Lage angepasst und findet unter dem Titel Fabulamundi Effects. A European digital storytelling ab September lokal in den einzelnen Partnerländern sowie online statt.

Am 15. & 16. August 2020 waren wir mit dem „Böhmischen Paradies“ von Jaroslav Rudis zu Gast beim Theaterfestival Hin & Weg in Litschau.

Anm.: Alle Veranstaltungen im Rahmen von Fabulamundi im Frühling/Sommer 2020 mussten aufgrund der Lage zur Eindämmung des Corona Virus bis auf Weiteres verschoben werden.

„Karpatenflecken“ von Thomas Perle wurde in szenischer Lesung (Übersetzung: Elise Wilk) im Februar 2020 an der Kunstuniversität in Targu Mures präsentiert.

Thomas Perle reiste im Jänner 2020 für eine Mob Pro zum Thema „Interculturalism and Self-identification“ nach Targu Mures und traf dort auf internationale TheatermacherInnen und AutorInnen.

Von 12. bis 15. Dezember 2019 zeigten wir in Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Teatro Stabile eine Wordbox: Fabulamundi: eine Collage von vier zeitgenössischen Stücken in Form szenischer Lesungen. Die deutschsprachigen Texte wurden auf Italienisch, die italienischen Texte in deutscher Sprache gelesen.

Volker Schmidts „Textiltrilogie“ wurde bei 8@8 am Divadlo Leti in Prag gezeigt.

Azar Mortazavis Stück „Unter Deutschen“ wurde am 20. November 2019 am Teatrul Odeon in Bukarest in szenischer Lesung präsentiert.

Am 18. und 19. Oktober 2019 präsentierten wir im Rahmen unserer Wortstattnächte vier Stücke in szenischen Lesungen, darunter Jaroslav Rudis und Fabrizio Sinisi als teilnehmende Fabulamundi Autoren.

Maxi Obexer war mit ihrem Stück „Illegale Helfer“ zum Festival delle Migrazioni im September 2019 in Turin eingeladen.

Die Sala Beckett in Barcelona zeigte im Juli 2019 „paradies fluten (verirrte symphonie)“ von Thomas Köck in szenischer Einrichtung.

Im Mai 2019 waren wir Gastgeber des dreitägigen „Mobility Programs“ für Autor/innen, der „Mob Pro Vienna“ zum Thema „Das Ende der Toleranz“.

Muhammet Ali Bas absolvierte im April 2019 eine Autoren Residency bei mercati di traiano in Rom.

Der italienische Autor Fabrizio Sinisi war im März 2019 in Wien zu Gast, um an der Übersetzung seines Stücks „Heiliger Krieg“ zu arbeiten.

Volker Schmidt traf im Frühling 2019 bei der Mob Pro zum Thema „We and they: on different aspects of cultural narcissisms“ in Warschau auf internationale Kolleg/innen.

Im März 2019 brachte das teatro i in Mailand „jenseits von fukuyama“ von Thomas Köck zur italienischen Erstaufführung.

Azar Mortazavi ist Teil des Teams der Kulturhauptstadt Matera 2019 (Italien), bereits im Dezember 2018 reiste sie nach Italien, wo ihr Stück „Zwischenzeit“ am Theater Olinda – Teatro La Cucina in Mailand von einem Workshop begleitet in einer Lesung präsentiert wurde.

Miroslava Svolikova und Gerhild Steinbuch nahmen an der internationalen Mob Pro „Space beyond borders: migration in the future“. in Prag im November 2018 teil.

Im November 2018 präsentierten wir die deutschsprachige Erstaufführung von Esteve Solers „Gegen die Freiheit (Contra la llibertat)“ in der Inszenierung von Hans Escher.

Robert Woelfl nahm auf Einladung des Teatro i im November 2018 an einem Podiumsgespräch zum Thema Übersetzung zeitgenössischer Dramatik teil.

Bernhard Studlars Stück „Nacht ohne Sterne“ war im Oktober 2018 am Teatr Dramatyczny in Warschau in einer szenischen Lesung zu sehen, wo er zudem einen Workshop mit polnischen AutorInnen hielt.

Miroslava Svolikovas Stück „die hockenden“ war im Oktober 2018 in Berlin und danach in am Divadlo Leti in Prag als Lesung zu sehen.

Volker Schmidts „Die Mountainbiker“ wurde am Teatr Dramatyczny in Warschau und bei La mousson d’été 2018 in szenischen Lesungen präsentiert.

Maxi Obexer nahm an der Mob Pro Rom im September 2018 teil.

Muhammet Ali Bas reiste für eine Mob Pro zum Thema „After the border: the promised land.“ nach Barcelona und traf dort auf internationale TheatermacherInnen und AutorInnen.

Maxi Obexers Stück „Illegale Helfer“ wurde im Mai 2018 am Théâtre Ouvert in Paris gezeigt.

Im Rahmen des Projekts fand am 19. Mai 2018 „Schnitzel im Kontext mit Felicia Zeller“ statt.

Im Jänner 2018 fand das Austrian National Meeting statt, an dem alle internationalen Projektpartner zum Kennenlernen und Austausch die österreichischen AutorInnen in Wien trafen.

 

Berichte und Studien im Rahmen von Fabulamundi. Playwriting Europe

Das Projekt wurde über vier Jahre wissenschaftlich begleitet, die Ergebnisse der beiden Studien sind hier veröffentlicht:
Margherita Laera: Contemporary Playwriting and Theatre Translation Cultures in Europe: A Report on Current Systems, Conventions and Perceptions
Cristina da Milano: Audience Development within Fabulmundi.
Francois Matrasso, Cristina da Milano: Fabulamundi Mobility Program

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